Saulieu ist zunächst eine Geschichte von Geschmack und Stein. Als nördliches Tor zum Regionalen Naturpark Morvan liegt diese Stadt im Auxois am Kreuzungspunkt zweier Römerstraßen. Was sie weit über Burgund hinaus bekannt gemacht hat, ist ihr doppeltes Erbe: eine romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert und eine gastronomische Tradition.
Die Basilika Saint-Andoche
Die Basilika ist das Juwel von Saulieu. Geweiht im Jahr 1119 von Papst Calixtus II. in Person, ist sie ein reines Beispiel cluniazensischer Romanik. Das Innere beeindruckt durch harmonische Proportionen. Der wahre Schatz sind die historisierten Kapitelle aus der Zeit um 1130-1140.
Die Basilika bewahrt das Evangeliar Karls des Großen, eine Handschrift aus dem 9. Jahrhundert mit byzantinischem Elfenbeineinband aus dem späten 6. oder frühen 7. Jahrhundert.
Saulieu: eine legendäre Gastronomiestadt
Alexandre Dumaine erhielt bereits 1935 drei Michelin-Sterne im Hôtel de la Côte d’Or. 1975 übernahm Bernard Loiseau das Haus und erhielt 1991 den dritten Stern. Nach Loiseaus Tod führte Patrick Bertron die Küche mit zwei Sternen weiter.
Das Museum François Pompon
François Pompon (1855-1933) wurde in Saulieu geboren. Sein berühmtestes Werk, der Stier, ist zum Wahrzeichen der Stadt geworden: Ein monumentales Bronzedenkmal, das „Monument à Pompon“, wurde 1949 auf dem Marktplatz (place du Marché) als Hommage an den Bildhauer eingeweiht.
Praktische Informationen
Anfahrt
- Mit dem Auto: A6 Ausfahrt 24 (Pouilly-en-Auxois), dann D980.
- Mit dem Zug: TGV-Bahnhof Montbard (Paris-Montbard 1 Std.), dann Taxi.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit brauche ich für Saulieu?
Wann ist die beste Reisezeit für Saulieu?
Kann ich die Basilika Saint-Andoche frei besichtigen?
Welche Teile des Morvan kann ich von Saulieu aus sehen?
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