Kurz gesagt: die Côte-d’Or bietet vielfältige Wanderlandschaften, von Morvan-Wäldern über Kalkklippen des Auxois bis zu Weinbergwegen. Der GR 2, der GR 7 und der GR de Pays Tour du Morvan durchqueren das Département. Höchster Punkt: Haut-Folin, 901 m im Morvan.
Von 2-Stunden-Spaziergängen im Weinberg bis zu Mehrtagesrouten, die 5 schönsten Wege, nach Schwierigkeit sortiert.
1. Der Tour du Morvan auf den GR (230 km, 12 Tage)
Der GR de Pays Tour du Morvan umrundet das Granitmassiv auf 230 km. Wälder, Seen, Wiesen, Steindörfer. Rund 5.800 m Höhenmeter kumuliert.
Etappen
11–13 Etappen à 15–22 km. Übernachtung in Gîtes d’étape, B&Bs oder Camping. Spektakulärste Abschnitte um Lac des Settons und Haut-Folin.
Schwierigkeit
Mittel bis schwer. Gut markiert, keine technischen Passagen, aber 300–500 m/Tag brauchen Kondition.
Beste Saison: April–Oktober. Juli–August Hitze meiden. Herbst (Oktober) prächtige Farben.
2. Die Auxois-Klippen (15 km, 5 h, Rundweg)
Von Semur-en-Auxois: 15 km entlang der Kalkklippen über dem Armançon. Blick auf die Bastide, Schluchten, Rückweg über das Plateau.
Höhenmeter
350 m. Schwierigkeit: leicht bis mittel. Saison: ganzjährig außer nach Starkregen (Matsch).
3. Die Voie des Vignes zu Fuß (72 km, 2–3 Tage)
Die Radroute Dijon–Santenay ist auch für Fußgänger offen. 72 km Wege mit sanften Steigungen, rund zwanzig Weinkommunen, ohne größere Höhenunterschiede. Kontemplative Wanderung durch die größten Climats.
Höhenmeter
fast keine. Schwierigkeit: sehr leicht. Ideal für Anfänger oder Verdauungsspaziergang zwischen Verkostungen.
4. Der Wald von Châtillon (18 km, 6 h, Rundweg)
Von Châtillon-sur-Seine durch den Forêt domaniale (9.000 ha). Seine-Quellen, archäologische Stätte, bewaldetes Plateau.
Höhenmeter
400 m. Schwierigkeit: mittel. Saison: Sept.–Nov. (Hirschbrunft, Pilze).
5. Der GR 7, von Dijon zu den Hügeln von Nolay
Der GR 7, ein europäischer Fernwanderweg, der die Vogesen mit den Pyrenäen verbindet und der Wasserscheide folgt, durchquert die Côte-d’Or von Nordosten nach Südwesten: Grancey-le-Château-Neuvelle, die Dijoner Ebene, dann die Hügel von Nolay, bevor er in die Saône-et-Loire führt. In Sainte-Foy, einem Weiler von Val-Suzon, kreuzt er den Ausgangspunkt des GR 2.
Schwierigkeit
Anspruchsvoll. Fernwanderweg ohne technische Passagen, aber mit hoher Tageskilometerleistung: Rechnen Sie mit vier bis fünf Wandertagen für die Durchquerung des Departements, mit Übernachtungsreservierung jeden Abend.
Beste Saison: April bis Juni und September–Oktober.
Die Wanderung aufs Gelände vorbereiten
Kein Hochgebirge, Distanz allein sagt wenig. Morvan: Granitwege nach Regen schwer und rutschig. Auxois: Abstiege zum Armançon glitschig. Reben: wenig Schatten im Sommer. Route nach aktuellem Wetter wählen.
Karten, Markierung, Tracks
Rot-weiße GR-Markierung zuverlässig, aber fehlende Schilder kommen vor. IGN offline laden. GPS-Track hilft, ersetzt keine Karte. Lokale Schleifen oft gelb, an jeder Gabelung beide Marken prüfen. Tore schließen, keine Reben betreten.
Am Vorabend
Stundenwetter, Brandrisiko, lokale Einschränkungen. Herbst: Treibjagden, Warnwesten, ggf. Voie verte wählen. Bei Alleinwanderung Unterkunft die Etappe mitteilen.
Wasser und Verpflegung
Läden schließen früh und nicht täglich. 2 l/Person im Sommer, mehr auf der Voie des Vignes. Saulieu, Semur, Châtillon zum Einkaufen. Morvan-Gîte kann Lunchpaket vorbereiten, bei Buchung fragen.
Übernachten bei Mehrtagesrouten
Tour du Morvan Etappe für Etappe planen. Nicht alle 15 km eine Unterkunft. Mindestens die ersten zwei Nächte buchen (Mai–Sept., lange Wochenenden).
Den Tour du Morvan aufteilen
Erste Versuche: 3–4 Tage um Lac des Settons und Saint-Agnan, Etappen 15–20 km. Leichter Halbtag nach langem Anstieg. Nicht jedes Dorf hat Abendrestaurant. B&B oft 70–110 € für zwei. Bargeld mitnehmen.
Wildcampen und Feuer
Ein-Nacht-Biwak ≠ allgemeine Erlaubnis. Regeln je Gemeinde, Reservat, Privatland, Brandrisiko. Eigentümer fragen, spät ankommen, früh gehen, kein Feuer. Kocher bei Dürre ggf. verboten. Müll mitnehmen.
Die richtige Saison wählen
April–Mai: Grün, Bäche, weniger Hitze, Wege noch matschig. Juni oft bester Kompromiss. Juli–Aug.: früh starten auf offenen Auxois-/Weinbergstrecken; Hut und Sonnenschutz.
Herbst: prächtig, aber anspruchsvoll
Sept.–Nov.: Farben in Châtillon und Morvan. Auch Lese, Jagd, frühe Dunkelheit. Warme Schicht, Stirnlampe, Regenzeug. Letzten Bus/TER notieren.
Orte respektieren
Keine Trauben pflücken, Pilze nur mit Kenntnis der Regeln. Hunde an der Leine bei Vieh und in Reservaten. An belebten Wegen (Semur, Fontenay) keine Bluetooth-Boxen.
Häufige Fragen
Braucht man einen Guide zum Wandern in der Côte-d'Or?
Darf man in der Côte-d'Or biwakieren?
Noch eine Frage?
Schreiben Sie unsQuellen






























