Kurz gesagt: Dijon verdient mehr als einen Zwischenstopp. Mit 48 Stunden sehen Sie das Wesentliche ohne Hetze: Palais des Ducs, Chouette-Pfad, Halles, ein Museum und eine Kellerverkostung. Hier das Stundenplan-Itinerar mit realen Distanzen und Tipps.
Dijon lebt zu Fuß. Das historische Zentrum, eines der größten Frankreichs mit 97 ha geschütztem Sektor, bündelt das Erbe in unter 2 km um den Palais des Ducs. Kein Auto nötig: Wanderschuhe reichen.
Tag 1: großes Erbe
Vormittag: Palais des Ducs und Tour Philippe le Bon
Palais des Ducs und Tour Philippe le Bon, Details
Start mit dem Palais des ducs et des États de Bourgogne, 14.–18. Jahrhundert, eines der größten Paläste Europas, heute Rathaus und Musée des Beaux-Arts. Die Führung auf den Tour Philippe le Bon (46 m, 316 Wendeltreppen) bietet bei Klarheit 360°-Blick auf glasierte Dächer, Côte de Nuits und Auxois. 45 Minuten. Nur mit Guide, Buchung Pflicht.
Im Ehrenhof: polychromes Fliesendach, Rauten in Grün, Gelb, Rot, Schwarz, typisch für burgundische Architektur des 15. Jahrhunderts.
Später Vormittag: Musée des Beaux-Arts
Eines der reichsten Museen Frankreichs. Highlight: Salle des Gardes mit den Gräbern Philippe le Hardi und Jean sans Peur. Eintritt gratis. 1,5 Stunden für die Dauerausstellung.
Mittag: Halles centrales und Rue des Godrans
Halles 1873–1875 (nicht Eiffel, Gouet und Weinberger). Zahlreiche Lebensmittelhändler und Imbissstände: Jambon persillé, Œufs en meurette, Escargots. Samstags über 200 Stände auf der angrenzenden Fußgängerzone. Di/Do/Fr/Sa 7–13 Uhr. Formeller: Rue des Godrans und Place François-Rude.
Nachmittag: Chouette-Pfad
22 Stationen mit Bronze-Pfeilen im Pflaster, die mit einer Eule markiert sind. Ohne Stopps 1,5 Stunden, mit Pausen doppelt so lang.
Must-sees: Notre-Dame (13. Jh.), geschnitzte Eule links berühren bringt Glück. Rayonnant-Gotik, Glasfenster, Schwarze Madonna. Rue Verrerie mit Fachwerkhäusern. Place Émile-Zola. Saint-Michel: Flamboyant und Renaissance, Fassade 1497–1529, Monument historique seit 1840.
Abend: Dijon-Gastronomie
Rue des Godrans und Place de la Libération. Bœuf bourguignon, Œufs en meurette, Jambon persillé, Escargots, Époisses AOP. Spaziergang auf der Place de la Libération (Hardouin-Mansart), nachts beleuchtet.
Tag 2: Gastronomie, Kultur, Bummel
Vormittag: Cité de la gastronomie
Cité internationale de la gastronomie et du vin (2022), im ehemaligen Krankenhaus. Dauerpfad zu Wein, Senf, Pain d’épices, Cassis, Käse. 1,5 Stunden, ca. 10 € pro Erwachsenem.
Danach Jardin de l’Arquebuse: Botanik, Muséum, Planetarium. Gratis.
Mittag: Dijon-Senf und lokale Produkte
Falls Halles am Vortag verpasst: Samstag dort. Sonst Maison Millière (10 rue de la Chouette), ein denkmalgeschütztes Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, das traditionelle burgundische Küche anbietet. Daneben die Moutarderie Fallot (7 rue Bossuet), Dijons letzte unabhängige handwerkliche Senfmanufaktur, mit Verkostungen und Verkauf; der Produktionsworkshop wird auf Reservierung besichtigt.
Nachmittag: Chartreuse de Champmol oder freies Zentrum
Option 1: Chartreuse de Champmol, Puits de Moïse von Claus Sluter. Ca. 25–30 Min. zu Fuß vom Stadtzentrum (15 Min. von der Gare) oder 10 Minuten mit dem Bus (Linie Liane 3, Haltestelle CHS La Chartreuse).
Option 2: Rue de la Liberté und Rue des Forges, mehrere Caves und Weinbars im Zentrum, wie das Caveau de la Chouette (39 rue des Godrans) oder La Source des Vins (gegenüber der Kathedrale Saint-Bénigne), bieten Verkostungen ohne Reservierung an.
Später Nachmittag: Aussicht Jardin Darcy
Blick auf Palais und Dächer. Die monumentale Fontaine, die Büste des Ingenieurs Henry Darcy und der Eisbär von François Pompon (Replik von 1937) machen ihn zu einem der meistfotografierten Orte Dijons.
Abreise: Gare de Dijon-Ville
15–20 Min. vom Palais des Ducs (10 Min. von der Place Darcy). TGV Paris 1 h 40, Lyon 1 h 35. Gepäckaufbewahrung für Sonntagvormittag.
Must-sees bei mehr Zeit
MuséoParc Alésia (50 Min. Auto), Abtei Fontenay (UNESCO, 1 h), Route des Grands Crus bis Beaune (25 Min. Zug). Siehe Route des Grands Crus in 3 Tagen.
Geschätztes Budget
Hotel 2–3★ Zentrum 80–120 €/Nacht; Essen 50–80 €/Tag; Besuche (Tour + Cité) ca. 20 €; Verkehr 10–30 €. Wochenende gesamt: 200–350 € pro Person.
Häufige Fragen
Kann man Dijon an einem Wochenende zu Fuß besuchen?
Muss man den Tour Philippe le Bon buchen?
Welcher Tag ist am besten für ein Wochenende in Dijon?
Noch eine Frage?
Schreiben Sie unsQuellen
- Dijon Tourist Office
- Dijon Tourist Office - Chouette trail
- Musée des Beaux-Arts de Dijon
- Wikipedia - Palais des ducs et des États de Bourgogne
- Wikipedia - Tour Philippe le Bon
- Cité internationale de la gastronomie et du vin
- Jardin de l'Arquebuse - City of Dijon
- Wikipedia - Halles centrales de Dijon
- SNCF - Gare de Dijon-Ville
- Divia - Dijon public transport
- Wikipedia - Église Saint-Michel de Dijon
- Insee - Dijon: key figures






























